atypische Lungenentzündung, die vermutlich Ende 2002 in Südchina neu aufgetreten ist und nach Hongkong eingeschleppt wurde. Von dort breitete sich die Erkrankung weltweit aus, insbesondere nach Singapur, Vietnam und Kanada. Erreger ist ein bislang unbekannter Vertreter der weit verbreiteten Familie der Coronaviren, die v. a. in der Veterinärmedizin Bedeutung haben und beim Menschen bisher lediglich als Auslöser banaler Erkältungskrankheiten in Erscheinung getreten sind. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über eine Tröpfcheninfektion. Als infektiös gelten nur Personen, bei denen es bereits zu Krankheitssymptomen gekommen ist. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2–7 Tage. Danach kommt es zu hohem Fieber, schwerem Husten, Atemnot und Halsschmerzen. Aufgrund der hohen Infektiosität müssen die Patienten in Isolierstationen der Krankenhäuser behandelt werden. Nach den bisherigen epidemiologischen Daten schätzt man, dass 3–5 % der Fälle tödlich enden. Bei den meisten anderen Patienten heilt die Erkrankung aus.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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