schwere eitrige Entzündung der Schweißdrüsen mit Abszessbildung, die zu häufigen Rückfällen neigt.
Ursache: Der Schweißdrüsenabszess entsteht durch eine bakterielle Infektion vorwiegend mit Staphylokokken, die von der Hautoberfläche in die Schweißdrüse eindringen, nicht selten kommen sie bei Acne conglobata (Akne) vor.
Befund: Schweißdrüsenabszesse kommen bevorzugt in den Achselhöhlen, seltener im Bereich der Brustwarzen, des Scheidenvorhofes oder der Leisten vor. Es zeigen sich gerötete, sehr schmerzhafte Knoten, evtl. mit eitriger Einschmelzung oder Durchbruch nach außen. Häufig bilden sich Fisteln (fuchsbauartige Gänge), die Abheilung erfolgt unter Hinterlassung von Narben. Im akuten Krankheitsschub kann ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl und Fieber bestehen.
Behandlung: Während des akuten Schubes werden Antibiotika gegeben und evtl. der Eiter über einen kleinen Schnitt entleert. Bei chronischen Schweißdrüsenabszessen kann eine medikamentöse Behandlung mit einem Vitamin-A-Säure-Abkömmling versucht werden. Nach Abklingen der akuten Entzündung erfolgt oft eine chirurgische Therapie mit Ausräumung der betroffenen Areale.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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