seltene, X-chromosomal vererbte Störung der Immunabwehr und der Blutgerinnung, deren Ursache das Fehlen des sog. WAS‐Proteins ist. Das Wiskott-Aldrich-Syndrom tritt ausschließlich beim männlichen Geschlecht bereits im Säuglingsalter auf. Es kommt zu Haut- und inneren Blutungen. Es besteht eine erhöhte Infektanfälligkeit, die Knaben neigen zu Ekzemen und allergischen Reaktionen. Zusätzlich treten bösartige Tumoren des Lymphsystems (Lymphome), Leukämien und Hirntumoren auf. Die einzige ursächliche Therapie besteht in einer Knochenmarkstransplantation, die bei diesen Patienten besonders risikoreich ist.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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