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Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Eine Posttraumatische Belastungsstörung entsteht durch ein traumatisches Erlebnis, zum Beispiel eine Vergewaltigung, eine Naturkatastrophe, Krieg, schwere Unfälle. Erinnerungen an das Trauma verfolgen die Betroffenen oft im Alltag. Mehr zu Ursachen, Symptomen und Therapie


Zerstörung und Chaos nach einem Erdbeben: Traumatische Erlebnisse können eine Posttraumatische Belastungsstörung zur Folge haben

Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung?

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung. Sie entsteht als Folge einer schweren traumatischen Erfahrung. Beispiele für ein solches Trauma sind Vergewaltigung, Naturkatastrophen, Krieg, Folter oder andere Gewalterfahrungen, aber auch die Diagnose einer lebensbedrohlichen Krankheit. Mehr zu möglichen Auslösern einer Posttraumatischen Belastungsstörung lesen Sie im Kapitel Ursachen.

Jeder, der ein oder mehrere solcher Extremsituationen überstehen muss, kann an einer Posttraumatischen Belastungsstörung erkranken – auch Zeugen eines traumatischen Geschehens. Schätzungen zufolge sind etwa zwei bis sieben von 100 Menschen einmal im Leben von PTBS betroffen. Wird die Störung nicht behandelt, kann sie chronisch werden und die Lebensqualität massiv einschränken. Bei rechtzeitiger und richtiger Therapie sind die Heilungsaussichten gut.



Unser Experte: PD Dr. Martin Sack, Facharzt für Psychosomatische Medizin

Welche Symptome deuten auf eine Traumatisierung hin?

Eine Posttraumatische Belastungsstörung kann unmittelbar nach dem Trauma oder erst Wochen, Monate oder Jahre später Symptome verursachen. Häufige Beschwerden sind wiederkehrende, belastende, sich aufdrängende Erinnerungen an das traumatische Ereignis (Flashbacks, Intrusionen), oft auch in Form von Alpträumen. Aber auch Erinnerungslücken kommen vor. Welche Anzeichen auf eine Posttraumatische Belastungsstörung hindeuten können, lesen Sie im Kapitel Symptome.

Therapie bei Posttraumatischer Belastungsstörung

Die Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung sollte frühzeitig erfolgen. Sie gehört in die Hände eines Experten, idealer Weise eines speziell ausgebildeten Psychotherapeuten. Sie kann ambulant oder stationär stattfinden und erfolgt in einzelnen Therapieschritten. In einem geschützten Behandlungsrahmen nähert sich der Patient unter Anleitung seinen traumatischen Erinnerungen an. Er bewertet Eindrücke und Bilder neu und kann im Idealfall mit der belastenden Erinnerung abschließen. Genaueres zur Behandlung bei PTBS erfahren Sie im Kapitel Therapie.

Andere Bezeichnungen für Posttraumatische Belastungsstörung sind: Posttraumatisches Belastungssyndrom, Posttraumatische Belastungsreaktion, Posttraumatische Belastungserkrankung oder der englische Begriff Posttraumatic Stress Disorder (PTSD).


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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Mehr Informationen im Netz unter

www.apotheken-umschau.de; 09.12.2011, aktualisiert am 20.01.2012
Bildnachweis: W&B/Privat, Panthermedia/Marina Bartel

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